Holz-Fertighäuser: Aktiver Klimaschutz gepaart mit hohem Wohnkomfort


Seit Jahren wächst in Deutschland der Anteil an Fertighäusern. Inzwischen ist fast jedes vierte Ein- und Zweifamilienhaus ein Fertighaus in Holzbauweise. Der nachhaltige, natürliche Baustoff Holz liegt im Trend:
Er sorgt nicht nur für ein angenehmes und gesundes Raumklima, sondern er ermöglicht es Bauherren auch, ökologisch und zugleich klimaneutral zu bauen.

Der bewusste Umgang mit Ressourcen, Energie einzusparen, den CO2-Ausstoß zu reduzieren und den persönlichen ökologischen Fußabdruck somit möglichst klein zu halten, wird den verschiedenen Generationen glücklicherweise immer wichtiger. Nachhaltige, langlebige Produkte erhalten daher einen immer größeren Stellenwert in der Gesellschaft. Das gilt auch und insbesondere für langfristige Anschaffung wie z.B. beim Kauf von Autos oder eben auch für den Bau von Eigenheimen.

„Holz-Fertigbau trifft genau diesen Nerv“, sagt Meisterstück-HAUS Geschäftsführer Markus Baukmeier. „Wer sich heute für den Bau eines Hauses aus Holz entscheidet, leistet einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz und gestaltet eine klimaneutrale Zukunft für sich und seine Kinder. Dabei geht der Klimaschutz weit über den Aspekt des reinen Energiesparens hinaus.“ Gestützt wird Baukmeier in seiner Aussage u.a. von Deutschlands bekanntestem „Klimapapst“ Hans Joachim Schellnhuber, Director Emeritus des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Er fordert eine radikale Bauwende: Wenn Stahlbeton durch organische Materialien wie Holz oder Bambus ersetzen würde, könnten seinen Berechnungen zufolge erhebliche Mengen an klimaschädlichen Emissionen vermieden werden. „Mit regenerativer Architektur könnten wir uns quasi aus der Klimakrise herausbauen“, so Schellnhuber.

Energie sparen – CO2 binden

„Der Holzbau entlastet die Umwelt und schont begrenzte Ressourcen“, erklärt auch Baukmeier. „Gegenüber konventionell errichteten Häusern in Nassbauweise spart allein schon die Gewinnung des Naturstoffes Holz und seine Verarbeitung Energie ein, was wiederum weniger CO2-Ausstoß bedeutet.“ Zudem bindet das Bauholz erhebliche Menge des Treibhausgases CO2 und entlastet damit die Atmosphäre: Holz nimmt in seiner Wachstumsphase klimaschädliches CO2 auf, lagert Kohlenstoff (C) ein und gibt den lebenswichtigen Sauerstoff (O2) an die Umwelt zurück. Erst beim Verbrennen oder Verrotten wird der Kohlenstoff wieder frei. Wird das Stammholz aber als langlebiger Baustoff genutzt – z.B. für Holz-Fertighäuser – bleibt der Kohlenstoff eingelagert.  Zugleich schafft der geschlagene Stamm Platz für nachwachsende Hölzer und somit für neue Speicherkapazitäten. „Jedes Holz-Fertighaus ist letztlich ein nachhaltiger CO2-Speicher.

 „Ein Fertighaus“ - in 23 Sekunden

Rund zehn Fichten werden heute benötigt, um die Wand-, Decken- und Dachelemente für ein Fertighaus mit rund 140 qm Wohnfläche herzustellen. „Als Mitglied im Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) haben wir uns darüber hinaus dazu verpflichtet, ausschließlich Holz aus deutschen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern zu verwenden“, erläutert Baukmeier. „Das in Deutschland seit über 300 Jahren geltende Prinzip der nachhaltigen Waldbewirtschaftung sorgt dafür, dass nie mehr Holz geschlagen wird, als nachwächst.“ Somit punktet der Holz-Fertigbau auch hier in Sachen Nachhaltigkeit. Denn die benötigte Menge an Fichtenholz für ein Fertighaus wächst in deutschen Wäldern aktuell in nur 23 Sekunden nach.

Nachhaltig und zukunftssicher bauen – mit Holz

Und noch einen weiteren Vorteil bietet der Holz-Fertigbau: Das verarbeitete Fichtenholz  besitzt eine sehr gute Wärmeleitfähigkeit von gerade einmal 0,13 Watt pro Quadratmeter und Kelvin. Bei Fertighäusern wird das holzbasiertes Tafelwerk im Zuge der industriellen Vorfertigung konstruiert, mit Dämmung gefüllt und verschlossen. Die so entstehenden Wand-, Dach- und Deckenelemente, die Wärme nur sehr langsam nach außen abgeben, werden dann auf der Baustelle in meist nur ein bis zwei Werktage montiert.

Bei gleicher Wanddicke steht das moderne Holz-Fertighaus damit besser da als ein konventionelles Gebäude, weil die Wärme generell langsamer nach außen oder nach innen abgegeben wird. Gepaart mit einer intelligenten Wandkonstruktion, wie z.B. der Energie-Plus-Wand von Meisterstück-HAUS, eignen sich Fertighäuser aus Holz deshalb auch besonders gut zur Umsetzung förderfähiger EffizienzHäuser mit geringem Energiebedarf. „Ein Holz-Fertighaus kann bereits heute die im Koalitionsvertrag der neuen Ampel-Regierung geforderten Neubau-Standards zur Emissionsreduzierung zugunsten einer positiven Ökobilanz erfüllen", erläutert Markus Baukmeier. Das beweist Meisterstück-Haus u.a. mit seinem Musterhaus „Ästhetik“ in der FertighausWelt Günzburg – einem modernen Holzskelett-Fachwerkhaus, das 2017 im Rahmen der BNK-Nachhaltigkeits-Zertifizierung mit der Note 1,5 (Prädikat "Exzellent") ausgezeichnet wurde.

Energieeffizient, smart und komfortabel

Ein Viertel der Fertighäuser ist heute bereits so fortschrittlich geplant, dass sie mehr Energie erzeugen als ihre Bewohner im Jahresverlauf verbrauchen. Sie sind mit einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher geplant und meist mit Wärmepumpe, Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung und Smart Home System für leicht optimierbaren Energieverbrauch ausgestattet.

Fazit: Die Entscheidung für den Bau eines nachhaltigen Holz-Fertighauses ist eine bewusste Entscheidung – pro Klima- und Umweltschutz, aber auch für einen zeitgemäßen, energieeffizienten Technik-Standard, einen überdurchschnittlich hohen Wohnkomfort und letztlich für mehr Lebensqualität über mehrere Generationen.

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(Quellen: pik-potsdam.de; fertigbau.de)