10.02.2022

Nach Förderstopp am 24. Januar: Bundesregierung legt nach!

Nach dem vorläufigen Stopp der Förderung für Effizienzhäuser EH55 und EH40 am 24. Januar 2022 hat die Bundesregierung Anfang Februar nun eine erste Stellungnahme zum weiteren Prozedere veröffentlicht: Demnach wird für alle Anträge, die bis einschließlich 23.01. gestellt wurden, die Bearbeitung wieder aufgenommen.

In einem ersten Schritt sollen nun zumindest alle förderfähigen Altanträge genehmigt werden, die bis zum vorläufigen Antragsstopp am 24. Januar 2022 eingegangen sind. Diese sollen von der KfW nach den bisherigen Programmkriterien geprüft und – bei Förderfähigkeit – genehmigt werden. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz habe die KfW gebeten, die noch vorhandenen Mittel schnell und prioritär für Anträge von privaten Bauherren (Einfamilienhäuser) und für Sanierungsvorhaben zu verwenden.

Details zur Antragsbearbeitung erfahren Sie hier.

Für das laufende Jahr 2022 will die Bundesregierung ein befristetes EH40-Neubau-Förderprogramm mit geänderten Bedingungen aufgelegen. Die Fördersätze werden dabei voraussichtlich auf die Hälfte abgesenkt und ein Kostendeckel von voraussichtlich einer Milliarde Euro eingezogen. Einzelheiten wie die Antragsberechtigung und das Vergabeverfahren will die Regierung nun „zügig“ ausarbeiten.

Anträge zur Förderung der Effizienz­haus-Stufe 55 im Neubau können definitiv nicht mehr gestellt werden!

Für die Zukunft ab dem Jahr 2023 soll die Gebäudeförderung auch für den Neubau neu ausgerichtet werden, wie im Koalitionsvertrag vereinbart. Ziel sei „eine klimapolitisch ambitionierte, ganzheitlich orientierte Förderung für neue Gebäude“. Als Nachfolge der EH55- und EH40-Förderung werde ein neues Programm „Klima-freundliches Bauen“ aufgelegt. Förderbeginn soll spätestens der 1. Januar 2023 sein. Ziel der Bundesregierung sei es u.a., EH55 als Standard zum 1. Januar 2023 ins Gebäudeenergiegesetz einzuführen.

(Quellen/Alle Infos: www.kfw.de - www.bmwi.de)